Geschichte des Marktes

Markt Neuhaus a. d. Pegnitz
 
Geschichtliche Streiflichter und Gegenwart
von Andreas Dimler, Rektor a. D. Neuhaus/Pegnitz

Neuhaus an der Pegnitz ist seit jeher mit der Burg Veldenstein verbunden. Diese Amts- und Residenzburg der Bamberger Fürstbischöfe wurde wahrscheinlich unter Kaiser Friedrich II. ( 1212 - 1250 ) erbaut und ist 1269 erstmals als "novum castrum" ( das neue Haus ) urkundlich erwähnt.

Von der Siedlung unter der Burg, die sich nach und nach bildete und Anfang des 14.Jahrhunderts offenbar noch im Entstehen begriffen war, werden 1348 erste Einzelheiten berichtet. Um diese Zeit waren schon mindestens 16 Güter vorhanden und 1470 war Neuhaus a.d. Pegnitz auf 38 Anwesen angewachsen.
1476 errichtete Bischof Philipp Graf von Henneberg die Neuhauser Pfarrei und ließ eine Pfarrkirche bauen, die wohl bis 1497 vollendet war. Unter Bischof Weigand von Redwitz (1522 - 1556) wurden die Marktrechte erlangt und das Brauhaus erworben. Als das Bistum 1803 säkularisiert wurde, fiel Neuhaus a. d. Pegnitz an Bayern und wurde 1805 von der Oberpfalz einverleibt. Mit der offiziellen Eröffnung der Eisenbahnlinie im Pegnitztal 1877 erhielt Neuhaus a.d. Pegnitz einen Bahnhof.

Bei der Gebietsreform 1972/78 wurde der Markt Neuhaus a. d. Pegnitz aus den ehemaligen Gemeinden Höfen, Krottensee, Neuhaus a. d. Pegnitz und Rothenbruck in seiner jetzigen Form neu gebildet und gehört seither zum Landkreis Nürnberger Land im Regierungsbezirk Mittelfranken.

Der Markt Neuhaus a.d. Pegnitz besitzt heute etwas über 3000 Einwohner. In den örtlichen Geschäften kann der tägliche Bedarf gedeckt werden. 2 Ärzte, 1 Zahnarzt und die Apotheke helfen bei Krankheiten.

Die gute Verkehrsanbindung durch die Bahn und Autobahn an den Großraum Nürnberg ist für die rund 700 Pendler täglich von Bedeutung.
Für die örtliche Gastronomie mit über 200 Betten ist der Fremdenverkehr wichtig. Etwa 200 km markierte Wanderwege, 120 km IVV-Wanderwege, die Maximiliansgrotte, weitere Höhlen und Felspartien und die Weiten des Veldensteiner Forstes warten auf Urlauber und Tagesgäste.